1. Kammerkonzert

Das musikalische Quartett

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Joaquín Turina und Johannes Brahms

Termine

Mit dem Klavierquartett in g-Moll brachte Mozart die Gattung im Jahr 1785 auf eine neue, bis dato unerreichte Stufe. Während das Klavier früher eine untergeordnete, die Streicher begleitende Funktion einnahm, strebte Mozart hingegen einen Dialog zwischen Streichern und Fortepiano an. Dass die Zeitgenossen dem Werk mit großer Skepsis gegenüberstanden und es auf dem Markt kaum Absatz fand, zeugt von der Tatsache, dass Mozart an der Avantgarde seiner Zeit komponierte. Der spanische Komponist Joaquín Turina hingegen hielt sich mit seinem Klavierquartett a-Moll aus dem Jahr 1932 an deutsch-österreichische Konventionen dieser kammermusikalischen Gattung, setzte jedoch persönliche Akzente durch die Verwendung spanischer Motive und Themen. Persönliches und Privates umhüllt auch Johannes Brahms‘ drittes Klavierquartett c-Moll, das der Komponist bereits als 22-Jähriger begonnen hatte. In ihm spiegelt sich Brahms‘ Zerrissenheit zwischen seiner Liebe zu Clara Schumann und der Freundespflicht gegenüber Robert wider. Erst 20 Jahre später, 1875, hatte er den nötigen Abstand gewonnen, um dieses bedeutende Opus vollenden zu können.

Programm:

WOLFGANG AMADEUS MOZART
Klavierquartett g-Moll KV 478

JOAQUÍN TURINA
Klavierquartett a-Moll op. 67

JOHANNES BRAHMS
Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60