Die Schneekönigin

Märchenoper in einem Akt von Benjamin Staern
Libretto von Anelia Kadieva Jonsson nach Hans Christian Andersen
Auftragswerk der Oper Malmö
Deutsch von Lisa Henningsohn
Deutsche Erstaufführung

Termine

  • 07.12.2019 19:30 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Kindereinführung 18:45 Uhr im Foyer
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  • 13.12.2019 19:30 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Premiere / Kindereinführung 18:45 Uhr im Foyer
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  • 15.12.2019 16:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Kindereinführung 15:15 Uhr im Foyer
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  • 22.12.2019 16:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Kindereinführung 15:15 Uhr im 2. Rang
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  • 27.12.2019 18:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Kindereinführung 17:15 Uhr im Foyer
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  • 26.01.2020 16:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen
  • 03.03.2020 10:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 05.03.2020 10:00 Uhr Großes Haus, Greifswald Karten kaufen

Es ist kalt in der Stadt. Ein plötzlicher Wintereinbruch lässt die Rosenstöcke auf dem Dachgarten erfrieren. Und auch Kay ist seltsam kühl. Während Gerdas Herz in erwachender Liebe zu ihm glüht, hat Kay nur noch Augen für die eisige Schönheit der Schneekönigin. Und dann ist er fort. Gerda macht sich auf den Weg, um Kay zu suchen. Auf ihrer Reise begegnet sie einer zauberischen Blumenfrau, einem Königspaar und einer Räuberbande. Begleitet von ihren Weggefährten Krähe und Rentier gelangt sie schließlich in das Reich der Schneekönigin.
Auf der Grundlage von Hans Christian Andersens bekanntem Märchen schuf der schwedische Komponist Benjamin Staern eine poetische Familienoper über den Weg zum Erwachsenwerden. Seit ihrer Uraufführung 2016 wird die „Snödrottningen“ — selbstverständlich in der kalten Jahreszeit — regelmäßig an der Oper Malmö gespielt. In diesem Winter erlebt die „Schneekönigin“ ihre deutsche und deutschsprachige Erstaufführung am Theater Vorpommern.

 

 

 

Angebot der Theaterpädagogik:

Für Alle: Kindereinführung (jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

Für Schüler*innen: Premierenklasse Stralsund, Materialmappe, Workshops zur Vor- und Nachbereitung, Fortbildung für Pädagog*innen, Vorschau für Pädagog*innen

Information zu den übrigen Angeboten

Kontakt Theaterpädagogik: Sabine Kuhnert

 

Text

PRESSESTIMMEN

Nur die Liebe kann siegen


Die deutsche Erstaufführung der schwedischen Märchenoper „Die Schneekönigin“ wurde in Stralsund gefeiert.

Kay, dem kalten Jungen im Eisschloss, fällt beim Rätselspiel nicht das Lösungswort „Liebe“ ein, das ihn befreien könnte. Nur seine Freundin Gerda, die das Gefühl in sich bewahren konnte, kann ihn retten. Ihre Tränen beleben sein eisiges Herz und Kay erinnert sich an die Liebe. Ein Märchen – so schön und kitschig – zwischen Fantasiespiel und philosophischem Essay mit klarer Botschaft: Hütet euch vor der Verderbnis der kalten Verstandeswelt und bewahrt euch das Fühlen.

„Die Schneekönigin“, eines der bekanntesten Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen von 1844, wimmelt vor Symbolik bezüglich der Gegensätze zwischen Gefühl und Verstand, Kindheit und Erwachsensein. Die Premiere der Märchenoper am Samstagabend im Theater Stralsund versprühte tatsächlich etwas von Andersens atmosphärisch erzählter Symbolik. Und funktionierte: Das Publikum im ausverkauften Saal würdigte die gut einstündige Aufführung mit tosendem Applaus.

Schneekönigin mit eisiger Stimme

Bei der Inszenierung von Horst Kupich handelt es sich um die internationale und deutschsprachige Erstaufführung der Märchenoper „Snödrottningen“ des schwedischen Komponisten Benjamin Staern in einer Übersetzung von Lisa Henningsohn. Das Stück wurde 2016 mit einem Libretto von Anelia Kadieva Jonsson als Auftragswerk der Oper Malmö verfasst.

Kupichs Inszenierung glich in Text, Handlung und Komposition seiner großen Schwester in Malmö. Katarzyna Rabczuk spielte und sang die zerstörerische Schneekönigin hervorragend mit heller, eisiger Stimme. Das Philharmonische Orchester Vorpommern unter der Leitung von Alexander Steinitz unterstrich die Szenerie mit Staerns farbigen Tönen. Einen kalten, unglücklichen Kay spielte authentisch Semjon Bulinsky.

Gerda wächst über sich hinaus

In einigen Punkten unterschied sich Kupichs Inszenierung dann doch: So macht Gerda, feinfühlig von Franziska Ringe dargestellt, die größte Entwicklung durch, wächst mit der Hilfe vieler Freunde, wie der Krähe (Maciej Kozlowski) und der Räubertochter (Pihla Terttunen), über sich hinaus, lernt Verantwortung und Toleranz zu leben. Auch das Ende des Märchens ist anders: Die Gefühl-Verstand-Dichotomie löst sich nicht in einem Sieg über die Schneekönigin, sondern in dem Sieg der Liebe über das Böse auf. Als Zeichen dessen singen die Schneekinder, dargestellt vom Kinderchor des Theaters Vorpommern und der Musikschule Stralsund: „Die Kälte der Welt darf sich nicht weiterverbreiten, lasst Wärme, Liebe und Schönheit uns begleiten“.

Beeindruckend, wie Jakob Knapp, Bühnen- und Kostümbildnerin, Großmutters Wohnzimmer, Blumengarten und Eispalast durch die wechselnde Anordnung von neun an Eiskristalle erinnernde Wandvorhänge darstellt! Die pompösen Kostüme der Schneekönigin, der Blumenfrau und -kinder, der Prinzessin, der Räuber und des Rentiers verliehen dem Stück einen märchenhaften Zauber.

Annemarie Bierstedt, Ostsee-Zeitung.de, 01.12.19